Systemische Beratung in der Radikalisierungsprävention – Widersprüche, Grenzen und Potentiale
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Abstract
Der Beitrag beleuchtet die Rolle systemischer Beratung in der Radikalisierungsprävention und arbeitet die grundlegende Spannung zwischen systemischer Haltung und präventiver Steuerungslogik heraus. Während Prävention häufig normorientiert und risikofixiert agiert, setzt systemische Beratung auf Kontextverstehen, Ressourcenorientierung und Beziehungsgestaltung. Radikalisierung wird dabei als sozial eingebetteter Prozess verstanden, der von vielen Faktoren beeinflusst wird. Gleichzeitig wird das Problem der Triangulation erörtert. Diese beschreibt ein Spannungsfeld zwischen Klient:innen, Berater:innen und institutionellen Auftraggebern. Professionelle Reflexivität, transparente Auftragsklärung und eine klare Haltung können sich hier als hilfreich erweisen. Insgesamt zeigt der Beitrag, dass systemische Beratung – trotz struktureller Spannungen – eine ethisch tragfähige und praxiswirksame Alternative zu kontroll- und sicherheitsorientierten Ansätzen darstellt.
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