Understanding Mobilities: Some Theoretical Reflections on Jochen Oltmer’s Concept of »Negotiating Migration«
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Abstract
This article contextualizes Oltmer’s concepts of »negotiation of migration« and »migration regime« in social science theoretical debates. It shows the extent to which Oltmer’s understanding of »regime«, »agency«, and »power«, borrowed from political science, can be integrated into theoretical debates and where it opens up new perspectives, particularly in the analysis of the complexity of migration. It further argues for placing greater emphasis on the interrelationships between migrants and regimes, and for adopting a pluralistic approach to theory. This would enable different theoretical repertoires to coexist as viable ways of interpreting social reality.
Mobilitäten verstehen: Theoretische Überlegungen zu Jochen Oltmers Konzept des »Aushandelns von Migration«
Der Beitrag nimmt eine Einordnung von Oltmers Konzepten der »Aushandlung von Migration« und des »Migrationsregimes« in sozialwissenschaftliche theoretische Debatten vor. Dabei zeigt er, inwiefern sich Oltmers aus der Politikwissenschaft entliehenes Verständnis von »Regime«, »Agency«, »Macht« in bestehende theoretische Debatten einordnen lässt und wo es neue Perspektiven eröffnet: insbesondere bei der Analyse und dem Verständnis der Komplexität von Migration. Zugleich plädiert der Artikel dafür, den Wechselbeziehungen zwischen Migrant:innen und Regimen mehr Gewicht zu verleihen und einen pluralistischen Ansatz zu verfolgen. Dieser Ansatz würde die Koexistenz verschiedener theoretischer Repertoires als jeweils zu plausibilisierende Optionen der Deutung von Migrationsverhältnissen zulassen.