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Helma Lutz Anna Amelina
Veröffentlicht Jan 19, 2021

Abstract

The figure of the female migrant has been a major focus of feminist thought in the German-speaking migration studies since the early 1980s. The article provides some reflections on the past to show how a number of milestones in feminist thought have influenced migration studies. It then continues with reflections on the present stance that analyses the dominant (re)production of (post-)migration realities as a gendered, ethnicized/racialized and classrelated project(s). Finally, the article concludes with a discussion of the prospects of gender-sensitive migration research in relation to postcolonial, decolonial and queer approaches to migrant othering.


Geschlechterverhältnisse in der Migrationsforschung: Von der feministischen Theorie zu intersektionellen, post- und dekolonialen Ansätzen


Die Figur der Migrant*in ist seit Anfang der 1980er Jahre ein Schwerpunkt des feministischen Denkens in der deutschsprachigen Migrationsforschung. Der Aufsatz beginnt mit einem Rückblick und gewährt Einblicke in die Meilensteine feministischer Theorien, die die Migrationsstudien beeinflusst haben. Anschließend werden aktuelle Forschungsperspektiven in diesem Bereich vorgestellt. Insbesondere wird betont, dass die gesellschaftliche (Re-)Produktion von (Post-)Migrationsrealitäten als geschlechtsspezifische, ethnisierte/rassifizierte und klassenbezogene Prozesse zu analysieren sind. Der Aufsatz schließt mit der Darstellung der postkolonialen, dekolonialen und queeren Ansätze zur geschlechtersensiblen Analyse von gesellschaftlichen Othering-Prozessen in der Migrationsgesellschaft.

Schlagwörter

Gender, feministische Theorie, Migration, Intersektionalität, Postkolonialität, Dekolonialität